The Dark Lady ist ein künstlerisches Kaleidoskop, das feministische Stimmen aus Vergangenheit und Gegenwart in einen musikalisch-poetischen Dialog bringt. Ausgangspunkt sind die Gedichte der englischen Autorin Emilia Lanier, geborene Bassano (1569–1645) – eine der ersten veröffentlichten
Schriftstellerinnen Englands und die mutmaßliche „Dark Lady“ aus Shakespeares Sonetten. Die für ihre Zeit revolutionären Texte Bassanos, englische und deutsche Poesie, Musik und gesellschaftspolitische Reflexion werden miteinander verwoben.

Arc of Iris kooperiert für The Dark Lady mit eine:r (queer-)feminsitischen Poet:in, eine:r Komponist:in sowie musikalischen Gästen, die das Ensemble zum broken Consort erweitern.
Musikalisch kombiniert Arc of Iris Werke von John Dowland – anlässlich seines 400. Todesjahres – sowie von Robert Johnson, einem Cousin Emilia Bassanos, mit Kompositionen von Isabella
Leonarda und Chiara Margarita Cozzolani. Thematisch passende Vokalwerke Barbara Strozzis und Francesca Caccinis ergänzen das Programm um weitere weibliche Perspektiven. Zusätzlich
vergeben wir eine Auftragskomposition, die ein zeitgenössisches feministisches Gedicht vertont – als klanglichen Brückenschlag zwischen den Jahrhunderten.
Das Projekt entwirft einen female gaze als ästhetischen und gesellschaftspolitischen Gegenentwurf zur aktuellen Weltlage. Welch schöne Utopie - oder eben die Zukunft!



